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Quarantäne!? – Oh nee!

So reagierten die meisten Bewohner/innen und Mitarbeiter/innen als sie Ende Februar erfuhren, dass unser Wohnheim in Seehausen sich in Quarantäne begeben muss. Die Bewohner/innen durften nicht mehr zum Arbeiten in die Werkstatt, ihre Freunde und Verwandten treffen und mussten auf ihren Zimmern bleiben.

„Wir standen vor einer großen Herausforderung und sind sehr dankbar dafür, dass wir diese nicht alleine bewältigen mussten. Es ist uns so viel Hilfe entgegengebracht worden. In den unterschiedlichsten Formen: durch Mitarbeit in der Einrichtung, durch Speisen und Getränke und durch psychische Unterstützung, aber auch Kreativangebote für die Bewohner haben uns durch diese schwere Zeit geführt. Wir sind so überwältigt und sind allen sehr dankbar!“, berichtet die Teamleiterin Cornelia Richter.

Die Mitarbeiter aus dem Ambulant Betreuten Wohnen (ABW) verwöhnten die Bewohner regelmäßig mit frischen Obstsalaten und leckeren Kuchen. Aber auch Angehörige der Bewohner und Bewohnerinnen wie Familie Bläsing und Frau Kokles trugen mit ihren köstlichen Kuchen und einem riesigen Karton voller Süßigkeiten dazu bei, die Quarantäne so angenehm wie möglich zu gestalten.  Auch der Osterhase hinterließ viele kleine Schokohäschen im Wohnheim.

Auch die Werkstätten unterstützen das Wohnheim in dieser Zeit. Neben frischgebackenem Kuchen und einer Grußbotschaft, gab es auch Post vom Berufsbildungsbereich (BBB). Der BBB packte eine Kiste, randvoll mit kreativen Angeboten wie Näharbeiten, Materialien zur Herstellung und Gestaltung einer Handyhalterung und Holzhasen für die bevorstehende Osterzeit. Von Langeweile konnte nun niemand mehr sprechen.  Christian Feißel (Gruppenleitung Werkstatt Bülstringen) meldete sich freiwillig zur Unterstützung und konnte sich beim österlichen dekorieren gleich beweisen. 

Der Verein der Lebenshilfe wollte den Bewohnern auch etwas Gutes tun. Neben leckeren Kuchen und Eis überreichte Detlef Volkmann im Namen des Vorstandes ein neues Tablet an Kerstin Schloddrick von der Bewohnervertretung. „Nun haben auch die Bewohner, die Möglichkeit das Internet zu erobern, sich Videos bei Youtube anzuschauen oder auf dem Tablet Spiele zu spielen. Bei Fragen zum Tablet wendet Euch aber bitte an die Kollegen von der Unterstützten Kommunikation!“, fügte er zwinkert hinzu, da auch Daniel Krasper seine Unterstützung im Wohnheim angeboten hat.

Unterstützung vom ABW erhielt das Wohnheim auch durch Frau Falke. Relativ schnell war Sie wieder im „Wohnheim-Modus“. Jedoch stellte Sie genauso schnell fest: „den kompletten Dienst im Einweg-Overall mit FFP2-Maske zu absolvieren ist ein ziemlich hartes Brot“.  Ein besonderer Dank nochmal an alle Kolleginnen und Kollegen, die im Wohnbereich arbeiten und täglich vollen Einsatz auch in Vollmontur zeigen. 

Während der Quarantäne galt der Grundsatz „Viel Trinken!“. Sabine Tobisch und Lars Kwiatkowski aus der Werkstatt gingen deshalb regelmäßig von Zimmer zu Zimmer und versorgten die Bewohner und Bewohnerinnen mit Getränken. Um den Rat der Ärzte „Viel Trinken!“ möglichst angenehm umzusetzen, gab es zum Ende der Quarantäne für die Bewohner noch eine kleine Überraschung. Der Arzt Mario Ganzer wollte den bekannten Rat praktisch umsetzten und spendierte den Bewohnern und Mitarbeitern Zutaten für einen kleinen Cocktail Nachmittag. Die Bardame Nicole Seide vom ABW zauberte bunte Cocktails und man konnte für einen kleinen Moment Corona vergessen.   

Die Bewohner und Mitarbeiter vom Wohnheim Seehausen möchte sich noch mal rechtherzlich bei allen Unterstützern bedanken. Sobald es wieder möglich soll es als Dankeschön eine Feier mit allen Beteiligten geben. Es soll dann gegrillt, getanzt und gelacht werden…natürlich wird es auch Cocktails und Kuchen geben.

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