Graffitiworkshop Haldensleben
28. Mai 2019

Eine Reise in die Vergangenheit

Am Montag, den 13.05.2019, fand auf Einladung der Stiftung Anerkennung und Hilfe eine Gedenkveranstaltung statt. Diese galt der öffentlichen Anerkennung des Leides und Unrechts, das Kinder und Jugendliche in der Vergangenheit in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und Psychiatrien erfahren haben.

Zu dieser Veranstaltung wurden vereinzelte Betroffene aus allen Teilen Deutschlands eingeladen, unter anderem Jens-Uwe Schmelter und Uwe Hanke. Es erschienen wichtige Amtsträger der Politik, wie bespielweise Bundesminister Hubertus Heil und auch Vertreter der Kirchen, wie Erzbischof Dr. Heiner Koch (kath. Kirche) und Bischof Dr. Markus Dröge (evang. Kirche).

Das Event fand in den Räumen des Museums für Kommunikation statt und umfasste etwa 250 Teilnehmer. Einleitend gab es einige Worte seitens Politik und Kirche. Ein großes Maß an Respekt und Würdigung wurde hier geäußert. Aber auch Betroffenen wurde die Möglichkeit gegeben, ihre Erfahrungen mitzuteilen.

Herr Schmelter und Herr Hanke hatten während der Gesprächsrunde die Möglichkeit  sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Ein besonderes Erlebnis hatte Uwe Hanke, der persönlich von Minister Heil angesprochen wurde. Er bedankte sich ausdrücklich für sein Erscheinen. Auch gab es die Möglichkeit mit beiden Bischöfen ein kurzes Gespräch zu führen.

Aber fern ab von dem großen Thema „Entschuldigung und Vergebung“ ist anzumerken, dass eine sehr bedrückende Atmosphäre in der Luft lag. Es war der traurige Gedanke und die Reise in die Vergangenheit, die viele negative Erinnerungen bei den Betroffenen weckte.