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Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist

Der 09.11. ist ein besonders prägender Tag in Deutschland. Nicht nur der Fall der Mauer, sonders besonders auch An- und Übergriffe auf jüdische Mitmenschen und das in Brandsetzen der Synagogen stehen an diesem Tag im Fokus. Auch die Lebenshilfe Ostfalen wollte an diesem besonderen Tag ihren Beitrag leisten.

„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“, heißt es im Talmud, einem der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums. In diesem Sinne tauschten sich am 09.11.2020 Daniel Klamka und Silvio Knabe gemeinsam mit den Mitarbeitern des ABW und der UK zum Thema Stolpersteine aus und wollen dafür sorgen, dass drei Namen in Haldensleben nicht vergessen werden: Bernhard Flörke, Eugen Frohnhausen und Helene Dreier.

Allen Beteiligten ist aufgefallen, dass es kaum Informationen in einfacher Sprache gibt. Der Aktionstag wurde genutzt um die drei Stolpersteine in Haldensleben zu säubern und im Nachgang Informationen auch in einfacher Sprache zu erstellen und der Stadt zur Verfügung zu stellen. Mit Frau Annemarie Stern konnte sogar eine Zeitzeugin gefunden werden, die einige interessante Informationen zu Frau Helene Dreier beitragen konnte. Auch Pfarrer Matthias Simon lobte die Beteiligung der Lebenshilfe am Aktionstag und berichtete, dass dies sonst eine Aufgabe für die Konfirmanden der Gemeinde gewesen wäre.

An diesem Tag wurde wieder mal festgestellt, wie wichtig es ist auch Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe an Bildung und Politik zu ermöglichen. Um diesem Bildungsauftrag auch gerecht zu werden, startet im nächsten Jahr die Lebenshilfe Ostfalen ein neues Projekt mit dem Namen „Medien, Gesellschaft und Kultur“. Unter anderem werden Themen wie Rassismus, Antisemitismus und ähnliches dabei pädagogisch behandelt. Im Rahmen dieses Projektes soll ab dem nächsten Jahr auch eine enge Zusammenarbeit mit den kulturellen Einrichtungen der Stadt Haldensleben auf den Weg gebracht werden.