Getreu dem Motto: „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah..." machten wir (14 Bewohner aus dem Wohnheim Kirchstraße mit unseren Begleiterinnen Frau Falke und Frau Bischoff) uns in diesem Jahr erneut auf, die Schönheit unserer Heimat zu ergründen.
Na gut - mit einem 300km-Anfahrtsweg hat man das Paradies nicht ganz unmittelbar vor der Nase, aber doch schon in erreichbarer Entfernung. 3 Stunden Fahrt und man kann „Urlaub im Märchenwald" (so der Slogan des örtlichen Tourismusverbandes) machen. Von Romantik und Entdeckergeist getrieben, bestiegen wir also am 12. Juni unsere 2 Bullis und fuhren dem Abenteuer entgegen. Dem Navi-sei-Dank hatten wir am frühen Nachmittag bereits unsere Bungalows mitten im dichten Forst gefunden und in Besitz genommen.
Gleich am nächsten Tag machten wir uns nach dem Frühstück auf ins kaum 3 km entfernte Bad Schandau Auf diesem ersten Streifzug entdeckten wir ein großes Gebäude mit der Aufschrift „Museum" und nicht jedes Gesicht leuchtete vor Begeisterung, als beschlossen wurde, auch mal zu gucken, wie das Haus von innen aussieht. So ein Museum hatten wir vorher noch nie gesehen. Alles durfte angefasst und von allen Seiten untersucht werden, überall gab es Monitore und Kopfhörer, die man sich aufsetzen und den Erklärungen zu den Exponaten lauschen konnte. Am Ende des Rundganges stieß man auf einen Kinosaal, in dem 2 Filme über den Nationalpark zur Auswahl standen. Wir haben uns natürlich beide angesehen, waren begeistert von den Tier- und Landschaftsaufnahmen und am Ende optimal eingestimmt und vorbereitet auf den weiteren Aufenthalt im Elbsandsteingebirge.
In den nächsten Tagen konnten wir, bei meist strahlendem Sonnenschein, die Festung Königstein erklimmen, im Freizeitpark wie die Verrückten auf riesigen Trampolinen herumspringen, einen Gummiberg erklettern, auf winzigen Motorrädern um die Wette fahren, bei einer Raubvogelshow Eulen streicheln und uns Wissenswertes über die heimische Tierwelt erzählen lassen.
Die Tage vergingen wie im Fluge, während wir die berühmte Bastei erstiegen und die spielzeuggroße Welt am Fuße des Berges bestaunten, mit der Fähre über die Elbe setzten, um auf der anderen Seite eine Vorstellung von „Mein Freund Wickie" auf der Felsenbühne Rathen zu besuchen, in deren Verlauf wir lernten, dass die Wikinger gar nicht mal so unbegabte Sänger und Tänzer gewesen sind. Im Thermalbad von Bad Schandau lernten wir, wie es sich anfühlt, im Toten Meer zu schwimmen und auf dem Markt in Tschechien, dass vietnamesische Händler geschäftstüchtige Gesellen sind, bei denen man die besten Andenken kaufen kann.
Weil man sich bekanntlich das Beste für den Schluss aufhebt, fuhren wir erst am vorletzten Tag mit dem Zug nach „Elbflorenz." Direkt vor der Frauenkirche - die wir natürlich auch von innen besichtigt haben - stand ein Gefährt, an dem wir unmöglich vorbei konnten - eine doppelstöckige Pferdekutsche. Während wir auf deren „Sonnendeck" an all den berühmten Bauwerken der Stadt vorbeifuhren, wurden wir selbst zu Touristenattraktion.
Eine Stadtrundfahrt zu Wasser - mit einem Dampfer auf der Elbe - war Höhepunkt und Abschluss dieses unvergesslichen Tages.
Am 21. Juni ging ein Urlaub zu Ende, der für Jeden seine ganz persönlichen Highlights hatte, allen aber als Mischung aus Blödsinn machen, Neues entdecken, die Anderen besser kennen lernen und ganz viel Spaß haben in Erinnerung bleiben wird.
Den beiden Begleitern bleibt zum Schluss nur das dringende Anliegen, sich bei allen Mitreisenden zu bedanken für ihre Begeisterungsfähigkeit und ihre gute Laune, aber ganz besonders auch für ihre Hilfsbereitschaft und die Unterstützung, die sie sich gegenseitig die ganze Reise über gewährt haben. Das war toll mit Euch!