Nachruf
Die Spuren seines Lebens, seiner Hände Werk und die Zeit mit ihm werden stets in uns lebendig sein.
Wir müssen Abschied nehmen von unserem langjährigen Geschäftsführer Horst Hüther.
Er verstarb am 1. Januar 2012.
Mit großem persönlichem Einsatz unterstützte er die Lebenshilfevereinigungen Haldensleben und Wanzleben, in deren Trägerschaft die unterschiedlichen Einrichtungen der Behindertenhilfe nach der Wende übergegangen waren, und nahm uns die Angst vor dem Neuen und Unbekannten. Er ermunterte uns, gemeinsam den Schritt zur Gründung einer gGmbH zu wagen.
Seit 1992 nahm Horst Hüther die Geschicke der Lebenshilfe Ostfalen als Geschäftsführer in die Hand. Das war der Anfang einer Erfolgsgeschichte.
Dabei ist besonders hervorzuheben, dass er auch seit 1982 Geschäftsführer der Lebenshilfe Helmstedt–Wolfenbüttel war und damit zwei bedeutende Unternehmen leitete.
Heute können wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, stolz darauf sein, in einem Unternehmen zu arbeiten, das sich in so vielfältiger Weise der Behindertenhilfe widmet. Dank seiner Weitsicht und der ihm eigenen Dynamik konnte Horst Hüther so ein Unternehmen entstehen und wachsen lassen.
Sein Engagement für die Belange der behinderten Menschen war auch überregional hoch geschätzt. So wirkte er federführend in vielen verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen mit.
Er leistete einen erheblichen Beitrag beim Aufbau der Lebenshilfe in den neuen Bundesländern, insbesondere in Sachsen–Anhalt.
Seit 2001 war er zudem stellvertretender Vorsitzender und seit 2004 Landesvorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Sachsen–Anhalt.
Seine Philosophie war, Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft nicht zu unterschätzen, einzuengen oder auszugrenzen und ihnen mit Hilfe zur Selbsthilfe ein weitgehend eigenständiges Leben zu ermöglichen.
Er stellte dabei seine eigenen Befindlichkeiten in den Hintergrund und ging bis an seine persönlichen Belastungsgrenzen.
In Würdigung seiner langjährigen Tätigkeit wurde er im Jahr 2003 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und im Jahr 2009 mit dem Ehrenzeichen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Niedersachen e.V. ausgezeichnet.
Viel zu früh verlieren wir einen Menschen, der uns in unserem Handeln den notwendigen Rückhalt gab und der immer für uns bei der Bewältigung der großen aber auch kleinen Probleme da war.
Seine Energie, seine Verlässlichkeit und seine Mitmenschlichkeit werden wir stets in würdiger Erinnerung behalten.
In seinem Sinne weiter zu arbeiten, muss unser aller Anliegen sein.
Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Ehefrau und seinen Kindern.
In ehrendem Gedenken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe Ostfalen sowie die Mitglieder der Kreisvereinigung Landkreis Börde e.V.